
Steinbruch Schloß Thorn
Betreiber:Reinhold Hippert GmbH
Nenniger Straße 1
66706 Perl-Besch
Telefon: 06583 564
Allgemein
Die Fa. Reinhold Hippert GmbH betreibt einen Steinbruch in 54439 Palzem.
Es werden Dolomitsteinvorkommen gesprengt, gebrochen, getrocknet und fraktioniert. Das gewonnene Gestein wird als Stahlwerkzuschlag in der saarländischen Schwerindustrie, als Straßenbaustoff, als Düngekalk in der Land- und Forstwirtschaft, für die Herstellung von Wasserbausteinen und als Zuschlagstoff für die Putz- und Mörtelindustrie, Betonindustrie sowie für Bitumenmischanlagen verwendet.
Petrografie
Im Steinbruch Schloß Thorn wird triadisches Gestein aus der Formation Oberer Muschelkalk abgebaut. Er ist als Dolomitstein nach DIN 932-3 klassifiziert. Dolomitstein ist ei chemisches Sedimentgestein, das überwiegend aus dem Mineral Dolomit (CaMg(CO3)2) besteht. Der hier abgebaute Dolomitstein ist von hellbrauner bis mittelbrauner Farbe, sehr dicht gelagert und sehr fest. Die Gesamtcarbonatwerte liegen bei über 90 %. Der dem reinen Dolomit nicht zurechenbare Gehalt an Kalk liegt als Calcit (Kalküberschuß) im Gestein vor. Als Nebengemengeteile kommen SiO2, Al2O3 und Fe2O3 vor. Des weiteren finden sich vereinzelte Einschlüsse von Eisenerz, Glaukonit und Quarzkristallen.
Lage des Steinbruchs
Feinaufbereitung und Schotteranlage
Der Steinbruch liegt direkt an der B 419 zwischen Palzem und Nennig.
Abraumarbeiten
Abraumarbeiten
Bevor mit dem Abbau des Dolomitgesteines begonnen werden kann, muss das darüber liegende Deckgestein abgetragen werden, da in der Aufbereitungsanlage diese Massen vom Dolomitgestein nicht getrennt werden können. Die Abraummassen werden abgetragen und im abgebauten Teil des Steinbruchs im Rahmen der Rekultivierung wieder eingebaut.
Abbauverfahren
Der Abbau des Dolomitgesteines erfolgt in zwei Sohlen, durch Bohren und Sprengen.
Die Sprengungen werden durch ein externes Unternehmen durchgeführt.
Abbauwand vor der Sprengung
Abbauwand nach der Sprengung
Laden und Transport des Gesteines
Ladearbeit mit einer CAT 988 und einer CAT 771
Nach dem Sprengen wird das Haufwerk mit Hilfe eines Radlader CAT 988 auf einen SKW CAT 771 geladen und zum Vorbrecher gefahren. Bei jeder Fahrt werden ca.40 t Gestein transportiert.
Vorbrecher
Vorbrecher
Das gelöste Gestein mit einer maximalen Größe von ca. 1000 mm wird mit Muldenkipper einem Backenbrecher zugeführt, wo der erste Brechvorgang erfolgt.
Schotteranlage
Das in einer Prallmühle gebrochene Rohgestein in einer Kornzusammensetzung von 0-150 mm gelangt über zwei Förderbänder in die Siebanlage und wird dort in seine einzelnen Kornbestandteile abgesiebt und in Silos gelagert.
Die verschiedenen Kornfraktionen werden am Silokonus mit Hilfe von Dosierschieber bzw. Dosierbänder auf ein Sammelband abgezogen. Dieses Sammelband verläuft in Längsrichtung unter der gesamten Siloanlage und gibt das Produkt auf ein zweites Band auf, das es zur LKW-Verladung bringt.
Feinaufbereitungsanlage
Die Feinaufbereitungsanlage besteht aus zwei Produktionslinien, dem Düngekalkbereich und dem Mörtelbereich.
Im Düngekalkbereich wird das Gestein über Vibrorinne direkt eine Sandprallmühle zugeführt, wo eine Zerkleinerung auf ca. 0-15 mm erfolgt. Im Mörtelbereich wird das Gestein in einer Trockentrommel auf eine Restfeuchte von ca. 0,2 % getrocknet. Nach der Trocknung erfolgt eine Zerkleinerung des Trockengutes auf ca. 0-3 mm.
Alle in der Feinaufbereitungsanlage produzierten Körnungen werden in Lilos gelagert und anschließend über Dosierbänder bzw. –schnecken auf ein Sammelband überwiegend in Silofahrzeuge verladen.
Verwiegung der LKW
Waagenbüro mit Prozessvisualisierung der Produktionsanlage
Nachdem die Kunden-LKW an den unterschiedlichen Verladestellen mit den entsprechenden Produkten beladen wurden werden sie auf der Fahrzeugwaage verwogen und erhalten dort ihren Lieferschein. Stark verschmutzte Fahrzeuge in der vor der Fahrzeugwaage installierten Reifenwaschanlage gereinigt werden. Im Waagengebäude befindet sich auch die visuelle Überwachungseinrichtung der Produktionsanlage und die Verladesteuerung der drei Verladestellen. Von dort werden alle Prozesse im Betriebsablauf überwacht und gesteuert.